Post: Soziales Engagement und Liebe in jeder Textilbox: HWK

Soziales Engagement und Liebe in jeder Textilbox: HWK

soziales projekt textilbox

Textilbox nimmt an einem sozialen Projekt teil, um Menschen mit Behinderung zu unterstützen. So arbeiten wir mit HWK zusammen, eine Werkstatt für behinderte Menschen, die Integration durch Zusammenarbeit schafft. Jede Textilbox wird vom HWK-Team sorgfältig produziert. Außerdem übernimmt die HWK die Lagerung und Versand der Textilboxen. Um sie euch näher zu bringen haben wir mit ihrer Pressesprecherin besprochen.

soziales projekt textilbox

Violeta (Textilbox): Was ist die HWK?
HWK: Die Abkürzung HWK steht für Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften Karlsruhe gGmbH. Die HWK ist eine Betriebsgesellschaft der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e.V. Der Auftrag des 1962 von Eltern behinderter Kinder gegründeten Unternehmens ist es, Angebote für die Lebensbereiche „Arbeiten“ und „Wohnen“ für Menschen mit Behinderung in der Region Karlsruhe zu schaffen.
Mit ihren Werkstätten und Wohnangeboten ermöglicht die HWK Menschen mit Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Bei den Hagsfelder Werkstätten finden über 1250 Menschen mit einer geistigen, seelischen oder mehrfachen Behinderung Arbeit, Tagesstruktur und die Möglichkeit beruflicher Bildung an zehn Standorten in der Region Karlsruhe und Ettlingen. Als mittelständisches Unternehmen mit einem breiten Portfolio in den Bereichen Produktion und Dienstleistung sind die Hagsfelder Werkstätten Partner von über 150 Unternehmen und damit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region.
Am Standort Hagsfeld 2 in Karlsruhe arbeiten 120 Menschen mit einer seelischen Behinderung in den Bereichen Montage, Elektromontage, Konfektionierung und Verpackung,  Bürodienstleistungen, Medizintechnik und in der Lagerlogistik. Die Textilboxen werden hier seit Anfang 2015 von fünf bis sieben Beschäftigten konfektioniert und versendet. Hinzu kommen die vielen „Vorarbeiten“ wie Stoff und Gummiband zuschneiden, Nähanleitung falzen u.v.m..

HWK Textilbox

V: Wie werden die Menschen mit Behinderung bei den Hagsfelder Werkstätten unterstützt?
H: Das grundsätzliche Ziel der Hagsfelder Werkstätten ist es, dass jeder Mensch mit Behinderung einen verlässlichen Arbeitsplatz hat, der seinen Interessen, seinen Neigungen und seinen Möglichkeiten entspricht und der ihm ermöglicht, aktiv am Arbeitsleben und damit an der Wertschöpfung in unserer Gesellschaft teilzuhaben.
So bieten die Hagsfelder Werkstätten Menschen mit einer wesentlichen Behinderung die Chance, sich in einem geschützten Rahmen beruflich zu orientieren und auszuprobieren. Dafür nehmen sie an einer zweijährigen Beruflichen Bildungsmaßnahme teil, in der sie verschiedene Arbeitsbereiche kennenlernen und herausfinden können, wo ihre Interessen und Stärken liegen. Gleichzeitig erwerben sie in dieser Zeit Grundkenntnisse und -fertigkeiten, die für den Arbeitsprozess wichtig sind. Ziel der Maßnahme ist es auch, herauszufinden, ob die Menschen in den Hagsfelder Werkstätten arbeiten werden oder ob eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für sie möglich ist.
Die Hagsfelder Werkstätten bieten ihren Beschäftigten Hilfe im Umgang mit Ämtern, bei der Organisation des Fahrdienstes und bei den vielen anderen kleinen und großen Problemen im Alltag. Den älteren Beschäftigten macht die HWK ein differenziertes Angebot zur Ruhestandsvorbereitung.
Menschen mit Behinderung, die entsprechende Voraussetzungen für eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mitbringen, unterstützt die HWK mit ihrem Fachdienst Betriebliche Integration. Der Fachdienst vermittelt Menschen mit einer wesentlichen Behinderung in Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes auf sogenannte workweb-Plätze, das heißt: Der Beschäftigte bleibt bei der  HWK unter Vertrag und ist umfassend sozialversichert. Er wird bei seinem Beschäftigungsgeber durch einen Jobcoach der HWK vor Ort betreut. Der Jobcoach ist außerdem Ansprechpartner für den Arbeitgeber bzw. Vorgesetzten des Beschäftigten bei Fragen und Schwierigkeiten. Der Fachdienst Betriebliche Integration berät den Arbeitgeber zu finanziellen Zuschussmöglichkeiten.

soziales engagement textilbox
V: Wie sieht die Arbeit der Menschen mit Behinderung aus?
H: Menschen mit Behinderung finden aufgrund des breiten Portfolios bei den Hagsfelder Werkstätten vielfältige Möglichkeiten der Beschäftigung in den Bereichen Montage und Elektromontage, Konfektionierung und Verpackung, Holz- und Metallfertigung, Kunstoffspritzerei, Tampondruck, Druck- und Mailservice, Garten- und Landschaftsbau sowie im Einzelhandel. Dabei werden ihre Arbeitsplätze mittels Vorrichtungsbau ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten angepasst und Arbeitsprozesse so gestaltet, dass sich jeder am Produktionsprozess beteiligen kann unter Beibehaltung der entsprechenden Anforderungen hinsichtlich Qualität und Timing.
Während ihrer Arbeitszeit können die Beschäftigten an Fort- und Weiterbildungen der HWK teilnehmen, zum Beispiel können Sie den Umgang mit dem Computer üben oder eine einjährige Weiterbildung zum Alltagshelfer oder Lagerhelfer machen. Im Rahmen der Arbeitsbegleitenden Maßnahmen können sie außerdem regelmäßig an Angeboten teilnehmen, die der Persönlichkeitsbildung, der Gesundheit und dem sozialen Miteinander dienen.

arbeit mit menschen mit behinderung

Im Textilbox-Shop kannst du dir alle vom HWK-Team produzierten kreativen Nähboxen anschauen. Wir freuen uns sehr, mit der HWK einen zuverlässigen Partner gefunden zu haben und wünschen uns noch viele Jahre Zusammenarbeit. Damit das möglich wird, benötigen wir deine Unterstützung – bist auch du dabei?

 

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